Falkenhaus
Das Falkenhaus steht am Marktplatz im Zentrum Würzburgs, direkt neben der Marienkapelle und dem Kaufhof. Seine dreigeschossige Rokokofassade trägt drei geschwungene Giebel und reichen dekorativen Stuck. Der zentrale Bau ist für Rollstuhlfahrer zugänglich.
Ab 1338 diente der ursprüngliche Hof zur Burgpfarre als Wohnsitz des Dompfarrers. 1735 kaufte der Gastwirt Franz Thomas Meißner das Haus. Seine Witwe Barbara ließ die Fassade 1751 von wandernden Stuckateuren aus Oberbayern im Rokokostil umgestalten. Bis ins 19. Jahrhundert bot Würzburg hier seinen einzigen Konzert- und Tanzsaal. Nach dem Luftangriff vom 16. März 1945 brannte der Bau vollständig aus, während Teile der Fassade einstürzten. Anfang der 1950er Jahre entstand die Fassade nach alten Fotografien neu.
Seit 1952 verbinden sich im Inneren die Würzburger Tourist-Information und die Stadtbücherei. Die Bibliothek wurde in den 1990er Jahren renoviert und erweitert. Der Bau steht als historisches Denkmal unter Schutz. Drei Giebel und bewegte Stuckformen prägen bis heute den Blick über den Marktplatz.
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