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Martinskirche

Die Martinskirche steht am Rand des Universitätsviertels und fällt durch ihren warmen, rötlich-orangen Anstrich auf. Ulrich Reinhardt entwarf den Bau, der 1955 im Geist der Nachkriegszeit eingeweiht wurde. Nach zweijähriger Bauzeit öffnete die Kirche ihre Türen. Vor dem Eingangsportal liegen breite Stufen an einem nahezu runden, grün eingefassten Kirchplatz. Darüber zeigt ein Bronzerelief von Suse Müller Diefenbach den heiligen Martin beim Teilen seines Mantels.

Im Inneren schaffen hoch angesetzte Fenster einen hellen, geschützten Raum für Gottesdienste, Musik und Veranstaltungen. Stühle ersetzen die Bänke und lassen sich für verschiedene Versammlungen neu anordnen. Auch Taufstein und Kruzifix stammen von Suse Müller Diefenbach und greifen das Motiv der Fürsorge auf. Die winterliche Vesperkirche bringt mehrere Generationen bei gemeinsamen Mahlzeiten zusammen. Besonders bleibt der Schatten des Kreuzes, der an sonnigen Vormittagen auf der Altarwand erscheint.

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Tübingen
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