Roland
Der Bremer Roland steht auf dem Marktplatz in Bremen, Deutschland, und blickt auf den Dom. Die steinerne Figur zeigt Roland, den Paladin Karls des Großen und Beschützer der Stadt. Sein erhobenes Schwert Durendal und der Schild mit dem doppelköpfigen Reichsadler prägen das Bild.
Die Stadtväter ließen das Denkmal 1404 aus Kalkstein aus dem Elm fertigen. Es ersetzte eine hölzerne Figur, die 1366 durch Erzbischof Albert II. verbrannt worden war. Die Darstellung richtete sich gegenüber der Kirche als Zeichen städtischer Rechte gegen territoriale Ansprüche. Die Figur misst 5,47 Meter und steht auf einem 60 Zentimeter hohen Podest. Eine Säule mit Baldachin bringt die Gesamthöhe auf 10,21 Meter. Gemeinsam mit dem Rathaus gehört das Denkmal seit 2004 zum UNESCO-Welterbe.
Seit 1973 schützt das Denkmalgesetz die steinerne Gestalt, deren Zugang barrierefrei ist. Auf dem Schild steht eine Freiheitsbotschaft, die Karl und viele Adlige Bremen gegeben haben sollen. Eine kleinere Nachbildung, der Kleiner Roland, steht seit 1737 in der Bremer Neustadt. Der Sage nach bleibt Bremen frei und unabhängig, solange Roland über die Stadt wacht.
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