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Allerheiligenkapelle

Die Allerheiligenkapelle steht in Deutschland und fällt im stillen Kreuzgang durch ihren kleinen, runden romanischen Bau auf. Ihre schlichte Außenform verbirgt einen Innenraum aus dem zwölften Jahrhundert. In der Mitte dieses Jahrhunderts ließ Bischof Hartwig II. sie als Mausoleum errichten. Damit wählte er als erster Bischof hier eine Grabstätte außerhalb des alten Klosters Sankt Emmeram.

Im Inneren haben sich seltene romanische Wandmalereien aus der Bauzeit erhalten. Christus erscheint unter der achteckigen Kuppel, umgeben von acht Engeln. Verblasste Schriftbänder ziehen sich durch die Räume und verbinden Architektur, Bild und Liturgie. Medaillons unter den Fenstern zeigen Brustbilder mit zepterartigen Zeichen weltlicher Macht. Fensternischen rahmen ursprünglich die drei Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe.

In der Ostkonche gebietet ein großer Engel den Winden, innezuhalten, bis Gottes Diener gezeichnet sind. Gemalte Vorhänge schmücken die Sockelzone und wirken beinahe wie bewegter Stoff. In den Seitenkonchen stehen zwei gekrönte Frauenfiguren mit Nimbus, deren überragende Größe Heiligkeit und Macht sichtbar macht. Der Innenraum bleibt zum Schutz dieser mittelalterlichen Farben und Bilder verschlossen.

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Regensburg
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