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Villa Tauber

Die Villa Tauber steht im Potsdamer Stadtteil Babelsberg und gehört zur Architekturgeschichte dieses Ortes. Das Gebäude entstand im Jahr 1910 als architektonisches Bauwerk. Richard Tauber, ein österreichischer Tenor, wohnte hier während seiner Filmarbeiten in der Umgebung. 1933 verließ er Deutschland wegen seiner jüdischen Herkunft. Der erste Eigentümer ist unbekannt, möglicherweise war er Bankier. Im NS-Regime beherbergte die Villa die Kreisverwaltung der NSDAP, die außerdem einen Bunker errichten ließ. Später diente dieser Bunker als Weinkeller der Villa.

Ab 1976 nutzte die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ das Gebäude als Bibliothek. Das linke Torhaus beherbergte einst einen kleinen Laden. Nach der deutschen Wiedervereinigung stand die Villa sieben Jahre leer und wurde 2005 verkauft. Ein privater Eigentümer stellte sie bis 2008 wieder her und entfernte spätere Ergänzungen der Filmschulzeit. Der Garten ist teilweise als historisches Kulturdenkmal geschützt. Amerikanische Luftaufnahmen aus der Kriegszeit und ein Filmdokument dienten als Grundlage für seine Rekonstruktion. Im Film „Die schwarze Rose“ mit Lilian Harvey ist das Anwesen ebenfalls zu sehen. Für den Garten wichen elf kleine Parzellen, die 1985 für Mitarbeitende der Filmschule angelegt worden waren.

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Potsdam
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