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Villa Schlieffen

Die Villa Schlieffen steht an der Ostseite des Pfingstbergs in Potsdam und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie bildet mit Villa Henckel, Villa Quandt und Villa Lepsius ein architektonisches Ensemble. Zwischen 1848 und 1869 ersetzte der Bau ältere Weinmeisterhäuser und besaß zunächst einen Tee- und Aussichtspavillon.

1879 ging das Anwesen in den Besitz der Hohenzollern über, bevor die Familie Schlieffen dort bis 1932 wohnte. Nach 1945 nutzte die sowjetische Armee das Gebäude und baute Kellerräume teilweise zu einem Schießbunker um. Doppeltüren und Sportgeräte aus dieser Zeit sind bis heute erhalten. Nach Leerstand und Verfall übernahm 1996 die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten die Sicherung.

Bei der denkmalgerechten Restaurierung kamen Patronenhülsen, Gasmasken und russische Spirituosenflaschen zum Vorschein. Eine eiserne Fußgängerbrücke verbindet heute die Ebenen, weil neue Decken zwischen Keller und Erdgeschoss statisch nicht genehmigt wurden. Seit 2023 kannst du den hinterlassenen Zustand besichtigen, während die oberen Räume wegen fehlender Fluchtwege geschlossen bleiben. In den Innenräumen ist außerdem ein Teil der Döpfner-Sammlung zu sehen.

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Potsdam
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