Portierhaus
Das Portierhaus steht im Neuen Garten von Potsdam und gehört zum holländischen Etablissement am Parkeingang. Rote Backsteine und vier Pavillons für die Wachen prägen das Torhaus. Dahinter reihen sich Diensthäuser, Stallungen und ein Kutschenhaus an der Hauptallee.
Friedrich Wilhelm II. ließ die Anlage ab 1789 als Ergänzung zum Marmorpalais errichten. Glocken- und Treppengiebel verliehen den Nebengebäuden ein niederländisches Erscheinungsbild. Zur Anlage gehörten außerdem das Kavaliers- und Damenhaus, eine Orangerie und eine Tulpenwiese. Wilhelmine Gräfin Lichtenau verbrachte dort zwischen 1791 und 1797 die Sommer mit ihren Kindern. Später erweiterten Hofpersonal und Kronprinzenfamilie die Gebäude um eine Reithalle und Garagen.
Nach 1945 bezogen Kommandanten des sowjetischen Kulturparks die Diensthäuser im Neuen Garten. Über der Besucherkasse hing damals ein großes Plakat mit dem Moskauer Kreml. Die Reithalle beherbergte von 1968 bis 2007 das Potsdamer Planetarium.
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