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Marstall

Der Marstall steht im Zentrum von Potsdam als barockes Bauwerk und ältestes erhaltenes Gebäude der Stadt. Johann Arnold Nering errichtete ihn 1685 als Orangerie im französisch-niederländischen Stil des 17. Jahrhunderts. Gleichmäßig gesetzte Rundbogenfenster liegen zwischen toskanischen Pilastern, darüber verläuft ein Triglyphenfries. Vorbauten mit Halbsäulen, Attiken und Pferdebändigergruppen geben der lang gestreckten Fassade ein markantes Bild.

1714 wandelte Friedrich Wilhelm I. die Orangerie in einen Stall für königliche Pferde um. Friedrich der Große ließ das Gebäude 1746 durch Andreas Krüger auf 33 Achsen erweitern und mit monumentalen Skulpturen ausstatten. Später nahm es unter anderem ein Garnisonsmuseum und während des Zweiten Weltkriegs eine Chiffrierstelle auf. Restaurierungen von 1977 bis 1980 bewahrten den Bau vor dem Abriss und ermöglichten 1981 die Eröffnung des Filmmuseums Potsdam.

Heute zeigt das Museum die Geschichte des Studio Babelsberg, des ältesten Filmstudios der Welt, und veranstaltet täglich Filmvorführungen. Besonders einprägsam bleiben Stummfilme mit historischer Orgelbegleitung. Seit 2003 befindet sich außerdem ein Restaurant in dem Gebäude.

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Potsdam
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