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Großes Militär-Waisenhaus

Das Gebäudeensemble Großes Militär-Waisenhaus in Potsdam gehört zur barocken Architektur und trägt auf dem Hauptgebäude die goldene Figur der Caritas. Friedrich Wilhelm I. von Preußen gründete die Einrichtung im Jahr 1724. Es diente Kindern von Soldaten und militärischen Waisen, die dort Christentum, Lesen, Schreiben und Rechnen lernten. Ab 1725 nahm die Anstalt auch Mädchen auf. Die Ausbildung zielte auf ein selbstständiges Leben und verband Schulunterricht mit Handwerk, Haushaltsfertigkeiten und beruflicher Vorbereitung. Militärische Disziplin bestimmte den Alltag der Anstalt. Im 18. Jahrhundert erneuerten Reformen nach den Ideen Friedrich Eberhard von Rochows Lehrbücher und Unterrichtsmethoden. Die Schule wurde später moderner und vielfältiger. Nach Kriegsschäden Anfang 1945 entstand der Komplex in vereinfachter Form neu und erhielt danach weitere Nutzungen. Er diente als Kinderheim, Bürogebäude und Internat. Der Auflösungsbeschluss wurde 1992 aufgehoben, und die Stiftung unterstützt Jugendprojekte sowie Bildungs-, Betreuungs- und Ausbildungseinrichtungen. Die Stiftung hat ihren Sitz im Quartier des Waisenhauses.

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Potsdam
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