Denkmal für die Potsdamer Demokratiebewegung im Herbst 1989
Das Denkmal für die Potsdamer Demokratiebewegung im Herbst 1989 steht in Potsdam und erinnert an die Demokratiebewegung während der friedlichen Revolution in Ostdeutschland. Der Künstler Mikos Meininger entwarf dieses Erinnerungszeichen in Potsdam.
Lange Stahlplatten liegen im Boden und bilden das Datum jener Demonstration am Luisenplatz, der damals Platz der Nationen hieß. Die Stahlplatten tragen die Forderungen der Demonstrierenden in Großbuchstaben. Eine phosphoreszierende Beschichtung lässt die Inschriften in der Dämmerung leuchten und verwandelt die Fläche in eine hieroglyphisch wirkende Texttafel.
Eingravierte Fußabdrücke im Stahl zeigen die Teilnehmenden dieser Demonstration. Die Spuren verdichten sich auf dem Stahl zu einem Bild der Menschenmenge und verbinden persönliche Erinnerung mit öffentlicher Gestaltung. Bürgerinnen und Bürger waren an der Entstehung beteiligt.
Auf einer eigenen Website können sie persönliche Geschichten über die friedliche Revolution mit diesem Erinnerungsort verknüpfen. Der Verein Sans Titre unterstützte das Projekt in Potsdam. Eine Ausstellung des Entwurfs im Kunsthaus Sans Titre begleitete die Entstehung und machte den Arbeitsprozess öffentlich sichtbar. So verbindet das Denkmal Stahl, Schrift und Spuren.
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