Klingentor
Das Klingentor steht in Ochsenfurt als westlicher Zugang aus Richtung Winterhausen und gehört zur alten Stadtbefestigung. Der quadratische Steinturm umfasst fünf Geschosse. Sein oberstes Stockwerk ragt leicht hervor, während ein glockenförmiges Dach den massiven Bau abschließt. Unten öffnet sich ein rundbogiger Durchgang, dessen frühere Fallgittersteine noch sichtbar sind.
Die ursprüngliche Anlage entstand 1307 und wurde mehrfach umgebaut. 1598 erhöhten Philipp Rößler und Erhard Beer den Turm um einige Meter. Im Mittelalter sicherte ein Doppeltorsystem mit dem vorgelagerten Schnellerturm, seitlichen Toren und dem Stadtgraben den Zugang. 1525 wurde der Durchgang zugemauert, während der Schnellerturm eine schmale, einziehbare Brücke erhielt. Ab 1526 führte der westliche Weg nach Ochsenfurt deshalb durch das Untere Tor. 1830 ließ der Stadtrat den Schnellerturm abreißen und den Graben an dieser Stelle auffüllen.
Heute erinnert der erhaltene Turm an eine Verteidigungsanlage, deren Brücke und Außentor verschwunden sind. Kleine Türmchen zwischen Schloss und Klingentor blieben jedoch sichtbar. Eine Zielscheibe aus der Zeit um 1800 zeigt noch den Schnellerturm mit der Brücke über dem Graben.
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