Villa de Châteauneuf
Die Villa de Châteauneuf steht auf dem Hügel von Gairaut in Nizza und gehört zur Architekturgeschichte der Stadt. Ihr Bau begann im siebzehnten Jahrhundert. Die Familie Peyre, die den Titel Marquis de Châteauneuf trug, besaß das Anwesen. Im achtzehnten Jahrhundert wurde die Villa umgebaut und erweitert. Ihr Entwurf folgt dem Grundriss genuesischer Villen, den der Adel der Region übernahm. Eine Terrasse ruht auf dem Portikus im Erdgeschoss. Räume im ersten Obergeschoss öffnen sich zu dieser Terrasse. Den dreieckigen Giebel schmücken drei Reihen genuesischer Ziegel, die in der Region Génoise heißen.
Ein ummauerter Garten ergänzte das große Anwesen später. Bemalte Flächen und Stuckarbeiten prägen die Innenräume der Villa. Eine Kapelle und Stallungen gehörten ebenfalls zum historischen Anwesen. Diese Elemente veranschaulichen die Entwicklung eines adeligen Landsitzes nahe der Stadt. Die Anlage steht für genuesische Formen, symmetrische Gestaltung und großzügige Terrassen. Als historisches Denkmal steht sie unter französischem Schutz. Die Villa de Châteauneuf verbindet die Geschichte der Familie Peyre mit Nizzas architektonischem Erbe. Sie zeigt, wie wohlhabende Familien ihre Wohnsitze im Umfeld von Nizza gestalteten.
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