Musée des Arts Asiatiques
Das Musée des Arts Asiatiques liegt in Nizza neben einem Blumenpark und widmet sich den Künsten und Kulturen Asiens. Kenzo Tange entwarf den Bau, der seit 1998 über einem künstlichen See zu schweben scheint. Massive Marmorkörper treffen auf transparente Wände und lassen das Gebäude zugleich schwer und leicht wirken. Vier Würfel über dem Wasser stehen für Indien, China, Japan und Südostasien.
Die Sammlung verbindet höfische Kunst, religiöse Werke, Alltagsgegenstände, Volkskunst und zeitgenössische Arbeiten. Glasstützen und gezielte Beleuchtung lenken den Blick auf buddhistische Statuen in einer runden Rotunde unter einer Glaspyramide. Jade prägt den chinesischen Bereich und erscheint neben Bronze, glasierter Keramik und Seladon. Japanische Objekte zeigen traditionelle Handwerkskunst, während indische Werke Themen aus alten Texten in Stein und Elfenbein variieren. Südostasien erscheint als eigenständige Region, die Elemente aus Indien und China aufnahm.
Zu den markanten Stücken gehören ein hölzerner Wasserbüffel-Sarkophag aus Sulawesi und eine Sandsteinstatue Vishnus aus Kambodscha. Ein Paar Hirsche erinnert an Buddhas erste Predigt, eine Gandhara-Skulptur verbindet indische mit griechisch-römischen Einflüssen. Vorführungen asiatischer Handwerke, Teezeremonien, Workshops, Führungen und Familienangebote ergänzen die Ausstellungen. Der zugängliche Bau macht diese Reise durch Asien auch für Menschen mit Rollstuhl erlebbar.
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