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Prinz-Carl-Palais

Das Prinz-Carl-Palais in München steht für frühe neoklassizistische Architektur und verbindet eine klare Fassade mit höfischer Geschichte. Der junge Architekt Karl von Fischer entwarf das Palais. Es entstand zwischen 1804 und 1806 für Abbé Pierre de Salabert, einen früheren Lehrer König Maximilians I. Joseph von Bayern. Der stattliche Portikus prägt die Vorderseite des Palais. Ionische Pilaster ergänzen die neoklassizistische Fassade und geben dem Herrenhaus seine klare Gliederung. Diese Säulenordnung gehört zur klassischen Formensprache. Nach Salaberts Tod erwarb König Maximilian I. Joseph das Gebäude, bevor Ludwig I. es 1825 seinem Bruder Prinz Carl schenkte. Prinz Carl ließ die Innenräume des Palais gestalten. Während Prinz Carls Zeit als Eigentümer gestalteten Jean-Baptiste Métevier und Anton Schwanthaler die Innenräume. Das Gebäude diente ab 1876 als diplomatische Mission Österreich-Ungarns. Danach wurde das Palais 1924 zur offiziellen Residenz der bayerischen Ministerpräsidenten und dient als Ort für Staatsempfänge. Der Bau verbindet deshalb Portikus, Pilaster und politische Geschichte.

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München
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