Palais Seinsheim
Das Palais Seinsheim steht in der Prannerstraße 7 im Münchner Kreuzviertel, einem früheren Viertel des bayerischen Adels. Seine blassgelbe Fassade verbindet spätes Rokoko mit zurückhaltenden klassizistischen Linien. Ein Satteldach und zwölf Fassadenachsen prägen den Bau, dessen heutige Breite aus einer späteren Erweiterung stammt.
Zwischen 1764 und 1770 wurden zwei getrennte Häuser zu diesem Palais vereint und umgebaut. Joseph Höchl gestaltete das Gebäude 1809 erneut um. Als Residenz des bayerischen Ministers und Präsidenten der Bayerischen Akademie der Wissenschaften empfing es 1780 Wolfgang Amadeus Mozart und Christian Friedrich Daniel Schubart. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs entstand es 1949 unter Herbert Landauer neu und wuchs westwärts bis zum Palais Gise. Der Besuch Mozarts verbindet die blassgelbe Stadtfassade mit einem konkreten Moment aus Münchens Kulturgeschichte.
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