Palais Gise
Das Palais Gise steht in der Prannerstraße der Münchner Altstadt und gehört zu den Stadtpalästen des späten Rokoko. Seine erhaltene Fassade zeigt ein zweigeschossiges Sockelgeschoss und sechs rundbogige Fenster im Hauptgeschoss.
Karl Albert von Lespilliez entwarf den Bau vermutlich als Schüler von François de Cuvilliés. Ein mittleres Fenster mit Rundbogen und Pilastern bildet den Mittelpunkt der reich gegliederten Front. Ursprünglich gehörte der Palast den Grafen von Taufkirchen, bevor Friedrich August Freiherr von Gise ihn 1837 für 30.000 Gulden erwarb. Die Familie behielt ihn bis ins frühe 20. Jahrhundert. Heute nutzen unter anderem Teile des Erzbischöflichen Ordinariats München und Freising die Räume.
Der Zweite Weltkrieg beschädigte das Gebäude erheblich, doch die ursprüngliche Stuckarbeit der Fassade blieb erhalten. Gerade diese Ornamente machen die feine Rokoko-Handwerkskunst an der Prannerstraße sichtbar.
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