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Marienbrücke

Die Marienbrücke überspannt hoch über der Pöllatschlucht das Tal bei Hohenschwangau. Von hier siehst du Schloss Neuschwanstein, Wälder, Seen und die Berglandschaft Bayerns. Rund 90 Meter darunter stürzt der etwa 30 Meter hohe Pöllat-Wasserfall in die Tiefe. Die Brücke ist eigenständig und zugleich einer der eindrucksvollsten Aussichtspunkte der Umgebung.

In den 1840er Jahren ließ König Maximilian II. zunächst eine hölzerne Fußgängerbrücke errichten. 1866 ersetzte König Ludwig II. sie durch eine Eisenkonstruktion nach dem Entwurf Heinrich Gerbers. Die einzelnen Brückenabschnitte schoben Arbeiter ohne zusätzliches Gerüst von den Felsankern aus über die Schlucht. Dieses Verfahren war damals neu und verlieh der filigranen Konstruktion eine ungewöhnliche Tragfähigkeit. Während des Schlossbaus zwischen 1868 und 1886 nutzte Ludwig II. den Übergang als privaten Aussichtsort.

Die Geländer stammen noch aus dem 19. Jahrhundert, während die Hauptträger 1984 erneuert wurden. 2021 und 2022 ersetzte eine weitere Sanierung sämtliche Felsanker. Das Bauwerk ist rollstuhlgerecht und führt dich unmittelbar über das tosende Wasser.

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Hohenschwangau
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