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Neustädter Hof- und Stadtkirche

Die Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis steht in Hannover und gehört als lutherische Pfarrkirche zur Architektur der Stadt. Der heutige Bau entstand zwischen 1666 und 1670.

Die barocke Saalkirche zählt zu den ältesten protestantischen Kirchen Niedersachsens und wurde für die Predigt konzipiert. Eine Schlosskapelle des heiligen Gallus wird 1241 erstmals erwähnt und bildet den frühen Bezugspunkt des Kirchenortes.

Im Jahr 1533 erhielt die Kirche ihren lutherischen Charakter. Der venezianische Architekt Girolamo Sartorio gilt als wahrscheinlicher Entwerfer, während Herzog und Kaufmann Johann Duve den Bau finanzierten.

Ein neuer Turm ersetzte den ursprünglichen zwischen 1691 und 1700. Der Zweite Weltkrieg ließ nur die Außenmauern stehen, danach folgte zwischen 1956 und 1958 ein vereinfachter Wiederaufbau.

Die Innenräume erhielten von 1992 bis 1994 wieder barocke Elemente. Im langen, geräumigen Saal liegt der etwas schmalere Chor, während Emporen und die westliche Orgelempore den Raum gliedern.

Eine spanische Barockorgel gehört zur Ausstattung der Kirche. Die Kantorei St. Johannis führt Musik auf, und die Kirche dient zugleich als Konzertort.

Der Mathematiker Gottfried Wilhelm Leibniz liegt hier begraben. Auch Feldmarschall Carl August von Alten gehört zu den Bestatteten.

Grabsteine und Epitaphe befinden sich an den Außenwänden, nachdem sie früher den Boden bedeckten. Die Kirche ist als rollstuhlgerecht zugänglich verzeichnet.

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Hannover
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