Hl. Herz Jesu
Hl. Herz Jesu steht im hannoverschen Stadtteil Misburg-Süd als katholisches Kolumbarium und Ort des Gebets. Die frühere Pfarrkirche zeigt Heimatstil mit gotischen Elementen und verbindet historische Architektur mit christlicher Trauerkultur. Verglaste Nischen bewahren die Urnen Verstorbener sichtbar im Kirchenraum und schaffen einen stillen Ort des Erinnerns.
Maximilian Jagielski und Georg Thofehrn entwarfen den Bau für eine durch industrielle Entwicklungen gewachsene Gemeinde. Nach Schäden im Zweiten Weltkrieg folgte der Wiederaufbau, bevor das Bistum Hildesheim den Innenraum neu ausrichten ließ. Christoph Palmen und Arne Kesten entwickelten dafür ein Konzept, das sich am biblischen Bild der Jakobsleiter orientiert. Thomas Rauck setzte die Umgestaltung um, die das Gebäude zum ersten Kolumbarium in einer norddeutschen Kirche machte. Regelmäßige Eucharistiefeiern, Gedenkgottesdienste und kulturelle Veranstaltungen halten den Raum gemeinschaftlich offen.
Eine Orgel von Gebr. Krell aus dem Jahr 1964 besitzt 23 Register, zwei Manuale und ein Pedal. Die mechanische Traktur verbindet den Klang des Instruments mit der konzentrierten Atmosphäre des Erinnerungsortes.
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Foto: Rabanus FlavusPublic domain 
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Foto: Misburg3014 (shifted by Rabanus Flavus)CC BY-SA 4.0
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