Apostelkirche
Die Apostelkirche steht im hannoverschen Stadtteil Oststadt auf einem dreieckigen Grundstück. Die neugotische Backsteinbasilika entstand zwischen 1880 und 1884 nach Entwürfen von Conrad Wilhelm Hase. Ihr kreuzförmiger, überwölbter Bau besitzt ein breites Querschiff und einen weithin sichtbaren Westturm. Eine später mit Kupfer verkleidete Backsteinspitze prägt den Blick von den umliegenden Straßen.
Karl Börgemann errichtete den Bau im Geist von Hases Forderung nach Wahrheit in Form, Konstruktion und Material. Das benachbarte Pfarrhaus und die Wohngebäude vollenden seit 1890 ein einheitliches Ensemble aus Backstein. Die Kirche überstand den Zweiten Weltkrieg weitgehend, nur ihre Fenster gingen verloren. Seit 1957 zeigen neue Fenster von Fritz Mannewitz die zwölf Apostel, die vier Evangelisten und die Dreifaltigkeit.
Kanzel, Altar, Lesepult und Taufbecken gehören weiterhin zur originalen Ausstattung. Einige Wandmalereien aus der Bauzeit kamen bei Untersuchungen um 2010 wieder ans Licht. Eine 24-registerige Orgel von Emil Hammer ersetzte 1971 und 1972 das ursprüngliche Instrument. Seit 2012 ergänzt ein zweigeschossiger Anbau die Südseite, während heute alle Gebäudeteile zugänglich sind.
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