Zitadelle Cyriaksburg
Die Zitadelle Cyriaksburg liegt im Südwesten Erfurts auf dem 265 Meter hohen Cyriaksberg. Vom westlichen Plateau im Thüringer Becken sicherte die Festung einst die Siedlungen im Geratal.
An ihrer Stelle stand zuvor das im zwölften Jahrhundert gegründete Cyriakskloster. Zwischen 1480 und 1604 entstand hier eine Stadtfestung zur Verstärkung der westlichen Verteidigung Erfurts. Während des Dreißigjährigen Krieges baute Gustav Adolf II. von Schweden sie zur Zitadelle aus. Nach der Eroberung Erfurts durch Mainzer Truppen 1664 verlor sie durch die Petersberg-Zitadelle an Bedeutung.
Nach dem Wiener Kongress gehörte die Anlage zum Königreich Preußen und blieb bis 1871 militärisch genutzt. 1919 verwandelte sich das Gelände in einen Stadtgarten. Ab 1961 fanden hier internationale Gartenausstellungen sozialistischer Länder statt, aus denen der heutige egapark Erfurt hervorging. Seit 1995 wird die Festung umfassend renoviert, während ihre Gebäude unter anderem das Deutsche Gartenbaumuseum beherbergen.
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