Alte Zionskirche
Die Alte Zionskirche steht in der Dresdner Südvorstadt und verbindet Jugendstil, Sandstein und einen fünfzig Meter hohen Kupferturm. Schilling & Graebner entwarfen den Bau zwischen 1908 und 1912. Der Turm trug reich verziertes Kupfer, während Sandstein bis unter das Dach reicht.
Im Inneren fächerten sich die Bänke amphitheatralisch um eine Bronzekanzel und ein weißes Marmorkreuz. Die Orgel von J. Ehmlich arbeitete vollständig elektrisch. Damit besaß Sachsen hier erstmals ein elektrisches Spiel- und Registersystem. Die Bombardierung Dresdens im Februar 1945 beschädigte die Kirche schwer und ließ sie bis auf das Mauerwerk niederbrennen. Ein provisorisches Dach kam in späteren Jahren hinzu.
Unter diesem Dach befindet sich ein Lapidarium mit dreitausend Skulpturen. Die Gemeinde nutzte zunächst eine von der Schwedischen Kirche gespendete Baracke. 1982 wurde die Neue Zionskirche eingeweiht und übernahm die kirchliche Zukunft der Gemeinde. Besonders eindrücklich bleibt die Verbindung aus ausgebranntem Mauerwerk und den erhaltenen Bildwerken.
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