Spitzen Gebel
Der Spitzen Gebel steht im Herzen Bremens und gilt als ältestes Stadthaus der Stadt. Vorspringende Erker und ein spitzer Giebel prägen seine gotische Fassade.
Seine Geschichte reicht bis etwa 1400 zurück, bevor das Haus 1590 gotisch rekonstruiert wurde. Weitere Ergänzungen kamen 1610 hinzu, später beherbergte es ein Weinhaus, eine Metzgerei und eine Schenke. 1913 nutzten die Vereinigten Klavierträger das Gebäude als Büro, wodurch der Beiname Klavierträgerhaus entstand. Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg beseitigten Herbert Anker und Bernhard Wessel bis 1950.
Heute bewahrt eine Schenke die Tradition „Sluk ut de Lamp“ mit Schnaps nach geheimem schwedischem Rezept. Eine alte Lampe diente den Klavierträgern einst als verstecktes Trinkgefäß während der Arbeit. Draußen erinnert eine Bronzeskulptur von Bernd Altenstein an die Geschichte der nahegelegenen Balge. Seit 1973 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.
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