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Schifferhaus

Das Schifferhaus steht im Bremer Schnoorviertel, dem ältesten Stadtteil der Freien Hansestadt. Das Gebäude liegt am südlichen Ufer der mittelalterlichen Klosterbalge, eines Nebenarms der Weser.

Der Bau entstand 1630 und wurde 1750 sowie um 1920 erweitert. Sein ursprüngliches Fachwerk ist weitgehend erhalten, darunter Balken mit einem Alter von etwa 400 Jahren. Anders als viele Häuser im Schnoor füllen Steine die Gefache zwischen den Holzbalken. Diese Bauweise verweist auf wohlhabende Bewohner, die sich Steine und Schindeldächer leisten konnten. Im 19. Jahrhundert beherbergte das Erdgeschoss ein Gasthaus, während darüber Gäste Unterkunft fanden. Von 1919 bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts verkaufte ein Geschäft Bootsbedarf und Lebensmittel. Später richtete Theodor Dahle dort ein privates Museum mit einem historischen Gasthaus ein.

Um 1975 bezog das Museum auch die oberen Etagen. Danach wechselten Büro, Kunsthandel und Galerie in den Räumen, darunter 2006 der Verein WeserStrom. Die maritime Nutzung bleibt besonders anschaulich: Seeleute konnten hier Vorräte kaufen und übernachten. Ins Auge fällt dabei das rund 400 Jahre alte Holz im erhaltenen Fachwerk.

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Bremen
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