Katharinenkloster
Das Katharinenkloster in Bremen entstand 1253 als zweites Dominikanerkloster Deutschlands nach jenem in Frankfurt. Die Dominikaner gründeten die Anlage im mittelalterlichen Bremen.
Die Klosterkirche, der heiligen Katharina geweiht, wurde 1285 eingeweiht und 1400 erweitert. Die Reformation führte 1528 zur Schließung des Klosters. Nach der Schließung nutzten die Schola Bremensis und später die Bibliotheca Bremensis die Räume für Schule und Bibliothek. Die Kirche diente danach als städtisches Arsenal in Bremen. Von 1900 bis 1905 beherbergte sie außerdem das stadtgeschichtliche Museum der Stadt. Später nutzten Kaufleute das Gebäude als Lagerhaus.
Der Zweite Weltkrieg beschädigte die Kirche schwer, bevor der Abriss 1960 erfolgte. Heute liegen Klosterreste in einem mehrstöckigen Parkhaus von Carsten Schröck. Am Katharinenklosterhof 7 zeigen sich Reste von Refektorium, Kreuzgang und Kapitelsaal. Die frühere Bezeichnung Refectorium verweist auf die klösterliche Nutzung dieses Ortes. Eine Informationstafel in der 1984 erbauten Katharinenpassage erläutert die Geschichte des Klosters. Diese Spuren verbinden Bremens heutige Architektur mit dem mittelalterlichen Katharinenkloster.
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