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Immanuel-Kapelle

Die Immanuel-Kapelle steht im Bremer Stadtteil Walle und gehört zur evangelischen Immanuel-Gemeinde. Der Bau entstand in den Jahren 1907 und 1908. Architekt Johannes Rippe entwarf den neugotischen Bau mit einer roten Backsteinfassade. Die Fassade zeigt einen quer zur Straße stehenden Giebel. Zwei hohe Spitzbogenfenster liegen dort zwischen markanten Strebepfeilern. Statt eines Glockenturms trägt die Kapelle ein Satteldach mit offenem quadratischem Dachreiter und spitzem Helm. Im Innenraum bleibt die hölzerne Dachkonstruktion deutlich sichtbar.

Die Orgel von 1989 bewahrt Teile eines Instruments von 1909 und ergänzt die musikalische Ausstattung. Auch ein Bösendorfer Imperial Konzertflügel gehört zur Kapelle. Ihre Akustik macht den Raum zu einem Veranstaltungsort für Konzerte, während die Gemeinde Kindergarten, Jugendgruppen und Erwachsenenangebote organisiert. Das Gemeindeprojekt Ran an die Zukunft arbeitet gegen Jugendarbeitslosigkeit. Seit 2023 ist die Kapelle ein geschütztes Einzeldenkmal. Paul Tiefental wirkte von 1899 bis 1932 als erster Pastor. Pastor Friedel Denkhaus leitete die Gemeinde während des Nationalsozialismus im Umfeld der Bekennenden Kirche. Die Kapelle verbindet damit neugotische Architektur, Orgelmusik und Gemeindeleben in Walle.

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Bremen
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