Weberhaus
Das Weberhaus steht in Augsburg und erinnert mit seiner farbig bemalten Fassade an die textile Geschichte der Stadt. 1389 entstand hier das Zunfthaus der städtischen Weber. Bis 1548 nutzte die Weberzunft das Haus für ihre Arbeit und verteilte dort importierte Baumwolle. Matthias Kager schmückte die Außenwand zwischen 1605 und 1607 mit Fresken.
Das heutige Gebäude wurde 1913 nach Plänen Otto Holzers errichtet, nachdem der ältere Bau abgerissen worden war. Der Zweite Weltkrieg zerstörte das Gebäude. 1959 entstand es erneut, wobei die Fensterproportionen erhalten blieben. Nach Umweltschäden und dem Dachbrand von 2004 wurden die Fassadenmalereien bis 2008 wiederhergestellt. Als bayerisches Kulturdenkmal verbindet der Bau historische Architektur mit Augsburgs Handwerks- und Handelsgeschichte.
Die spätgotische Vertäfelung der Zunftstube befindet sich heute im Bayerischen Nationalmuseum in München. Das tonnengewölbte Deckengemälde zeigt Szenen aus dem Alten Testament und dem Leben Alexanders des Großen. An der Nordwand erscheinen Kaiser, Kurfürsten und sechs der sogenannten guten Helden.
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