Kloster der Franziskanerinnen von Maria Stern
Das Kloster der Franziskanerinnen von Maria Stern liegt zwischen Sterngasse und Mittlerem Lech in der Augsburger Altstadt. Unter dem Gebäude fließt der Vordere Lech unterirdisch hindurch. Zwei Augsburger Bürgerstöchter mit dem Familiennamen Canione gründeten die Gemeinschaft 1258. Die Klosterkirche ist der heiligen Anna und der heiligen Elisabeth geweiht. Johannes Holl errichtete sie zwischen 1574 und 1576.
Ihre Zwiebeldachkuppel wurde zum Vorbild für Türme im schwäbischen Raum. Während der Säkularisation löste Bayern das Kloster 1802 auf, bevor König Ludwig I. es 1828 wiederbegründete. Die Bombennacht vom 25. auf den 26. Februar 1944 zerstörte die Anlage fast vollständig durch Feuer. Kirche und Turm blieben erhalten, der Wiederaufbau dauerte von 1946 bis 1953.
Die Schwestern verbinden Gebet, Eucharistie und karitative Arbeit mit geistlicher Begleitung und praktischer Hilfe. Ihre Gemeinschaft widmete sich außerdem Mädchenbildung, Krankenpflege, Altenpflege und der Betreuung von Waisenkindern. Der Stern steht für die Suche nach Gott und das Licht Christi, während Maria als Patronin gilt. Verbindungen zu Mitschwestern in Brasilien und Mosambik führen über Augsburg hinaus.
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