Maagdenhuis
Das Maagdenhuis steht in Antwerpen als historisches Gebäude und Museum mit weißer Steinfassade und geschütztem Innenhof. Ein Relief an der Front zeigt Waisenmädchen, ihre Lehrerin, Hermes, Christus als guten Hirten und eine Taube.
Um 1552 nahm das Haus Mädchen ohne familiäre Fürsorge auf und blieb bis 1882 ein Waisenhaus. Zwischen 1634 und 1636 erhielt es seine heutige Fassade. 1884 öffnete die ehemalige Kapelle mit 84 Gemälden als Museum, bevor das gesamte Gebäude 1930 zum Ausstellungsort wurde. Heute verbinden sich hier Alltagsgegenstände, Möbel, Dokumente und Kunstwerke aus dem sechzehnten bis neunzehnten Jahrhundert. Breischalen, Kleider und gestickte Mustertücher zeigen den Alltag der Bewohnerinnen. In den Räumen hängen Werke von Rubens, Van Dyck, Jordaens, Frans Floris und weiteren Antwerpener Künstlern.
Eine Küche beherbergt die Rubens-Galerie mit Gemälden von Peter Paul Rubens, Thomas Willeboirts Bosschaert und Otto van Veen. Im kleinsten Raum erinnern ein spätmittelalterliches Jüngstes Gericht, die Sieben Werke der Barmherzigkeit und die Sieben Todsünden an eine frühere Unterkunft für drei ältere Frauen. Im Hof stehen außerdem die Holzstatue Holzklara und ein Porträt von Cornelis II Landschot aus der Zeit um 1656. Besonders eigenständig wirkt die Sammlung polychromer Antwerpener Ton-Breischalen, die als Vorläufer des Delfter Porzellans gelten.
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